wibrujące linie – zrównoważone powierzchnie

Österreichischen Generalkonsulat Krakau
  • Ausstellungsansicht, Österreichisches Kulturforum Krakau, 2011
  • Formation 1, 2011
  • Gelb und Blau vor grauem Kreis, 2010
    50 x 50 cm
    Öl auf Leinwand
  • Ausstellungsansicht, Österreichisches Kulturforum Krakau, 2011
  • Ausstellungsansicht, Österreichisches Kulturforum Krakau, 2011
  • Ausstellungsansicht, Österreichisches Kulturforum Krakau, 2011

Zur Ausstellung 

Die präsentierten Werke setzen sich mit grundsätzlichen Fragen nach den Möglichkeiten einer Farb- und Sinneswahrnehmung auseinander.

Ausgehend von den frühen figurativen Abstraktionen wird eine Entwicklung von der konkreten Naturbeobachtung ausgehend hin zur Auseinandersetzung mit Ihren Phänomenen wie Raum, Farbe und Licht sichtbar gemacht. Eine Auswahl gerahmter Papierarbeiten am Beginn der Ausstellung verweist auf Ihren Ursprung in unmittelbaren Skizzen und Aufzeichnungen nach der Natur.

Die Werke aus der Serie der Formationen sind als offene Bücher zu lesen, in welchen das seit Jahr immer wiederkehrenden Grundvokabular entlang einer klaren geometrischen Struktur angeordnet wird.

Wir sind es aus unserer Betrachtungsgewohnheiten heraus gewohnt, uns dem Tafelbild frontal zu nähern. So präsentiert sich das einzelne Werk meist aus der Distanz noch als ausgewogene, rhythmisches, bewegtes, manchmal fast schon kontemplativen Ganzes. Verändern wir jedoch unser Position zum Bild und nähern uns in schrägem Winkel, so beginnen die dicht nebeneinander ausgeführten Linien zu schwingen.

Miteinander kontrastierende Farben treten wechselweise in den Vorder- bzw. Hintergrund, verbinden sich mit benachbarten Linienabschnitten zu neuen Farbeindrücken und scheinen in ständiger Bewegung zu verharren. Es sind manchmal nur kleine Veränderungen in der Linienführung, der Farbe und der Abstände, welche das Bild in seiner Wirkung grundlegend verändern.

Der Farbe Grau kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, ihre Qualität, den auf ihr ausgeführten Linien zu ihrer Wirkung zu verhelfen, resultiert aus der Beimengung einer dritten Farbe. Zwischen zwei parallel ausgeführten Linien entstehen so mitunter neue Farbeindrücke.

Wiederholung bedeutet in diesem Zusammenhang nie Monotonie, sondern Möglichkeit zur Hinterfragung traditioneller Schaffens- und Sehgewohnheiten.
Das Bild bleibt nicht mehr Ort der stillen Kontemplation sondern mutiert zum Ort der Beunruhigung, ermöglicht dem Betrachter eine Reflexion über die eigene Wahrnehmung. Es lädt dazu ein, nicht nur mit dem Auge in der Farbe zu versinken, sondern auch die visuellen Farbphänomene und Reflexionen als Wesen der Natur wahrzunehmen.