Blue Diagonals, Akrylic on Canvas, Ausstellung in Bregenz

Diagonals, Acrylic on Canvas, 120 x 120 cm
Die aktuelle Arbeit in Blau und Weißt setzt sich besonders mit der aktiven Rolle des Sehens auseinander. Ausgehend von der Tradition der Konkreten Kunst entsteht ein Bildraum, der nicht abbildet, sondern visuell erfahrbar wird. Rhythmisch angeordnete blaue Linien und diagonale Strukturen erzeugen ein optisches Flirren, das sich je nach Standort der Betrachtenden verändert. Diese Malerei thematisiert Wahrnehmung als dynamischen Prozess: Form und Farbe sind nicht statisch, sondern scheinen sich im Blick zu bewegen. Die klare geometrische Ordnung steht dabei in Spannung zu einer instabilen, vibrierenden Bildwirkung. Zwischen Weiß und Blau entsteht ein visuelles Feld, das weniger Objekt als Ereignis ist – ein Bild, das sich im Sehen selbst konstituiert und erklärt.
This new work explores the act of seeing as an active process. Rooted in the tradition of Concrete Art, it creates a pictorial space that does not represent, but becomes perceptually experienced. Rhythmic blue lines and diagonal structures generate an optical vibration that shifts with the viewer’s position. The painting addresses perception as a dynamic phenomenon: form and color appear unstable, oscillating between order and movement. A precise geometric system is confronted with a visually fluctuating effect. Between white and blue, a visual field emerges that is less an object than an event — an image that is constituted through the act of looking itself.

